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Krieg im Gaza-Streifen macht auch wütend

Erlanger Friedenbündnis bekommt für Demonstration 250 Teilnehmende auf die Straße
 Krieg im Gaza-Streifen macht auch wütend
Foto: Horst Linke
Bitte Bild anklicken!
Einen sofortigen Waffenstillstand im Krieg um den Gaza-Streifen haben am frühen Dienstagabend das Erlanger Bündnis für den Frieden mit einem Demonstrationszug und einer Kundgebung am Hugenottenplatz mit rund 250 Teilnehmenden gefordert.

Trotz gegenteiliger verbindlicher Forderungen durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gehe die Offensive des israelischen Militärs im Gaza-Streifen mit unverminderter Härte weiter, auch die weltweiten Proteste gegen diesen «Völkerrechtsbruch» und gegen den von der Hamas wieder aufgenommenen Raketenbeschuss israelischer Städte hätten keinen Durchbruch für Waffenstillstandsverhandlungen erreicht. «Wir verlangen von der Hamas ein sofortiges Ende des Raketenbeschusses Israels und von Israel ein sofortiges Ende aller Kampfhandlungen. Das völkerrechtswidrige Bombardement durch das israelische Militär ist auch als Verteidigung nicht zu rechtfertigen; schon gar nicht die Bodenoffensive der israelischen Armee», heißt es in dem Aufruf.

Eine Vertreterin der Initiative für Frieden in Israel und Palästina (IFIP) verlangte von Israel die Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens und des Westjordanlandes und forderte die Bundesregierung auf, umgehend den Waffenexport in den Nahen Osten zu stoppen und eine Nahost-Politik zu betreiben, die das Existenzrecht der Palästinenser zum Thema mache. Den Israelis warf die Sprecherin vor, ihre Verbündeten im Westen in «moralische Geißelhaft» zu nehmen.

Zu Misstönen zwischen dem Veranstalter, dem Erlanger Friedensbündnis, und einer Gruppe von rund zwei Dutzend Palästinensern kam es, als diese - offenbar absprachewidrig - Parolen wie «Israels Holocaust» oder «Kindermörder Israel» skandierten. Davon distanzierten sich Manfred Kirscher für das Friedensbündnis ebenso wie Andreas Richter für die SPD/Jungsozialisten. pm
14.1.2009
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